Essbare Retrospektive

Manche Kunst kann man betrachten, betasten, hören oder riechen. Aber diesem Kunstprojekt nähert man sich direkt intim mit der Zunge und deren sehr sensiblen Geschmacksknospen. Und schließlich wird es dann verdaubare Kunst im Magen.

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KunstGenuss als geschmackliche Herausforderung
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„Painting the roof of your mouth (Ice Cream)“ Davide Balula, ArtBasel 2015
Unsere Geschmacksknospen und unser Hirn waren Stunden später immer noch sehr stark irritiert, besonders vom „Verbrannten Holz“, das nach fischig geräuchertem ekligen Irgendetwas schmeckte und sich selbst nach dem Abendessen immer wieder geschmacklich gedanklich meldete.  „Fluss“ und „Schmutz“ waren gut bzw. tolerierbar und hatten keinen negativen Eindruck hinterlassen. Übrigens, bei diesem interessanten KunstGenuss sollte man beim Probieren die Reihenfolge „Fluss“, „Schmutz“, „Rauch“, „Verbranntes Holz“ einhalten, wohl um nicht sofort geschmacklich zu kapitulieren.
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Veröffentlicht von

Carlheinz Schanzenbach

Aktuelles von mir findest du auf www.instagram.com/caschanz/ und wer will, kann mich auch auf FB kontaktieren.

12 Gedanken zu „Essbare Retrospektive“

    1. Den Eisgeschmack konnte man nicht vorher vorsichtig erriechen. Erst wenn man neugierig und mutig war, „Fluss, Schlamm, Rauch und verbranntes Holz“ nacheinander in den Mund zu nehmen, erst dann explodierten die Geschmacksknospen 🙂 was aber ein bleibendes Erlebnis ist. LG aus Nürnberg, nach einem 3-tägigen Kunsttrip zur ArtBasel

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    1. Hallo Katja, verbranntes Holz als SpeiseeisGeschmack sollte man in diesem Zusammenhang als Erlebnis 1x probiert haben, falls man so neugierig ist wie ich, aber bitte nicht noch einmal… Insgesamt war das Angebot an Ausstellungen und Events während der ArtBasel packend und wirklich ein Erlebnis. Tage, die ich so schnell nicht vergessen werde.

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  1. Eis eignet sich auch gut dazu als Skulptur verarbeitet zu werden!
    Naja, Kunst kennt keine Grenzen.
    Doch all die Farben machen Bauchweh. Und mit Tabasco-Soße wäre das ein Hochgenuss.
    Hauptsache es war schön. (-:

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    1. Kunst braucht nicht immer angenehm sein, Kunst kann auch widerborstig sein und trotzdem nachhaltig beeinflussen. Wie schon auf Claras Kommentar geantwortet, vielleicht habe ich das Ganze etwas zu flapsig formuliert, aber Kunst muss man auch nicht immer todernst sehen und erleben.

      Das mit der Skulptur ist eine gute Idee, eine Skulptur die sich in der Tageswärme auflöst bzw. abgeleckt werden kann und nur in der Erinnerung bleibt.

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  2. Mir geht es ähnlich wie Marlis, denn das Auge isst ja mit. Die Farben des Eises sehen ziemlich unappetitlich aus und die Namen stehen dem kaum nach. – Bei „Verbranntes Holz“ denke ich an abgefackelte Heime oder Häuser, und das würde ich mir partout nicht auf der Zunge zergehen lassen wollen.

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    1. Clara, das stimmt zwar, aber in der Kunst wie auch im Leben sollte man sich ab und zu auf Dinge einlassen, von denen man im Vorfeld unsicher und nicht begeistert ist. Vielleicht habe ich den Artikel etwas zu flapsig formuliert, es war auf jeden Fall eine KunstErfahrung, nicht aber ein KunstGenuss, wie auch das Leben nicht immer ein Honigschlecken ist.

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